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Bartimäus

Die Anspannung war spürbar, als am 24. Mai um 17 Uhr die Bühne beleuchtet wurde

und sich die mehr als 200 Kinder der FCBG-Grundschule Wiehl im Rampenlicht der mit mehr als 900 Besuchern bestens gefüllten Mehrzweckhalle am Karlskamp wiederfanden. Von Nervosität sollte aber in den nächsten anderthalb Stunden nichts mehr zu spüren sein: Mit einer rundum gelungenen Aufführung des Kindermusicals „Bartimäus - Ein Blinder blickt durch“ begeisterte der Nachwuchs sein Publikum. Auch Schulleiter Christian Hebel war begeistert. „Mit der Unterstützung der Eltern und ehemaliger Schüler ist diese Aufführung für unsere Schüler zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden", freute er sich.

Bartimäus – die Geschichte vom blinden Bettler, den Jesus heilt, während die Menschenmenge in Jericho um ihn herum Bartimäus am liebsten an den Rand drängen wurde: Die biblische Erzählung gehört zu den Gleichnissen dafür, was Glaube bewegen kann – eine kleine Geschichte mit großen Wirkung. Sie in der Gegenwart greifbar zu machen, das war das Ziel von Alexander Lombardi. Seit über 20 Jahren arbeitet der gebürtige Bayer als Kinder- und Jugendreferent beim christlichen Kinder- und Jugendwerk „Wort des Lebens“ in seiner Heimat am Starnberger See. Dass er gelernter Buchhalter ist und eben kein Musiker, hielt ihn nicht davon ab, musikalische Projekte und Camps in ganz Deutschland zu organisieren. So wurde der Buchhalter schließlich sogar zum Musical-Autor – mit tatkräftiger Unterstützung seines Kollegen, des Musikers Gregor Breier.

Doch Lombardi schreibt eben nicht nur solche Kindermusicals wie „Bartimäus“ oder „Nebukadnezar – das Geheimnis des Feuerofens", das im Vorjahr die FCBG-Grundschüler aus Peisel am Karlskamp aufgeführt haben. Er legt auch selbst mit Hand an beim Feinschliff vor der Aufführung. So wie in Wiehl, wo er mit den Kindern in der Woche vor dem 24. Mai immer wieder probte. Und am Ende stand Lombardi sogar noch selbst auf der Bühne – in der Rolle als Professor Dr. Theo Logie, seines Zeichens Religions- und Erfindungspädagoge, der mit seinen amüsanten Dialogen in der Jetzt-Zeit den Rahmen bildete für die Reise in die biblische Geschichte nach Jericho.

„Ich kenne Alexander Lombardi und seine Projekte, bei denen solche Musicals in Camps zum Teil auch in wenigen Tagen eingeübt werden, schon lange“, erzählt Schulleiter Hebel. Nicht erst mit Lombardis Gastspiel in Peisel im Vorjahr sei deshalb in Wiehl die Idee aufgekommen, so ein Projekt auch mal selbst mit dem Bayern zusammen auf die Beine zu stellen. „Wir haben uns vor einigen Jahren sogar schon mal selbst an einem von Lombardis Stücken versucht“, erinnert sich Hebel, „aber das war natürlich etwas ganz anderes.“

Vor allem, was den Aufwand betrifft: Am Musical gefeilt hatten die 200 kleinen Wiehler Musical-Schüler nämlich nicht erst in der Woche mit Lombardi, sondern schon seit Anfang des Jahres. In der Schule, aber auch Zuhause hörten und sangen sie die Texte von der Musical-CD. Selbst die Hauptrollen waren schon vergeben, als Lombardi in Wiehl eintraf. „Wir haben uns natürlich gefreut, dass er mit unserer Auswahl einverstanden war“, erzählt Hebel schmunzelnd. Und so schlüpfte tatsächlich der Zweitklässler Leo Epstein in die Rolle als Jesus, während Max Derksen aus der vierten Klasse den Bartimäus verkörperte. Überhaupt, sagt Lombardi, sei er sehr beeindruckt gewesen von der Disziplin und dem Selbstbewusstsein seiner jungen Schüler in Wiehl. Schon am Tag vor dem großen Auftritt lobte er deshalb: „Eigentlich könnten wir heute schon auftreten!“

Ob aus den kleinen Talenten später vielleicht sogar wirklich große Sänger werden können – das spielt für Lombardi, der in den vergangenen Jahrzehnten unzählige solcher Projekte in Camps und an Schulen begleiten durfte, überhaupt keine Rolle: „Sicher gab es über die Jahre schon den einen oder anderen, der Anfragen von einer der unzähligen Casting-Shows bekommen hat.“ Mancher habe sogar teilgenommen. Doch Talente für die große Bühne zu entdecken, das sei nicht sein Ziel, betont Lombardi: „Vor allem, wenn man sieht, wie schwer so ein Leben als Musiker im Rampenlicht sein kann. Da fragt man sich schon, ob das überhaupt erstrebenswert ist.“

Viel wichtiger, sagt Lombardi, sei ihm der Lerneffekt: „Wenn ich sehe, wie sich die Kinder während der Proben verändern, wie selbstbewusst sie nachher zum Beispiel ein Mikrofon halten, dann ist das ein Erfolg, der jedem Einzelnen wirklich etwas bringt.“ In Wiehl hat das wieder geklappt. Und der Applaus, den die Kinder am 24. Mai von ihren Familien und den anderen begeisterten Zuschauern für ihre Aufführung von „Bartimäus“ bekommen haben, ist ganz nebenbei eine schöne Bestätigung für genau diesen Lerneffekt.

 

 

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